Stele 1 in Planung

Station 1   Habersang & Zinsen 


Langenberger Straße 9/ Ronsdorfer Straße 143

Die Eisengießerei und Werkzeugmaschinenfabrik Habersang & Zinsen wurde im Jahr 1890 gegründet.

Das Betriebsgelände neben der Köln Mindener Eisenbahn und dem heute nicht mehr existierenden Lierenfelder Güterbahhnhof gehörte damals noch zur Gemeinde Oberbilk. Wir befinden uns jetzt hier im westlichsten Teil von Flingern Süd. Das alte H & Z Logo mit dem preußischen Adler ist auch heute noch am Kopfende des Gebäudes über dem Eingangsbereich zu sehen.

 

Welche Bedeutung dieser eher unscheinbare Betrieb einmal hatte, können wir nur erahnen. Schon in Jahrbüchern des VDI und in anderen Veröffentlichungen der 1910er Jahre werden die Flanschen-  und Kesselbohrmaschinen für Längs- und Rundnähte beschrieben.

Habersang & Zinsen war noch Mitte des letzten Jahrhunderts eine gefragte Spezialwerkzeugmaschinenfabrik für mehrspindelige Bohr- und Gewindeschneidemaschinen, Drehbanktische und große, vollautomatische und hydraulische „Transferstraßen“. Diese Spezialanlagen bestanden aus bis zu 17 Stationen und führten über 400 Arbeitsschritte aus, z.B. Bohren, Senken und Einpressen von Ventilsitzringen in Zylinderköpfe für die Automobilindustrie.

 

Zu Beginn der 70er Jahre wurde der Betrieb aufgegeben und verkauft. Heute wird die Betriebsfläche als Gewerbehof genutzt. Die Halle „Tor 3“ war viele Jahre ein beliebter Auftrittsort für Musikbands.

 

Im Jahr 2004 wurden einige Gebäudeteile als Technisches Denkmal der Eisen-, Stahl- und Metallerzeugung und -verarbeitung in die Denkmalliste der Stadt Düsseldorf eingetragen.

 

Text und Fotos: Kaspar Michels

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